UNSERE LÄNDERÜBERGREIFENDEN PROGRAMME

Wir entwickeln für jedes Land massgeschneiderte Programme, gemeinsam mit den Menschen und Partnern vor Ort. Warum? Weil jedes Land seine eigenen Herausforderungen hat. So können wir am meisten bewirken.

UNSERE PROGRAMME IN BRASILIEN

Brasilien ist der grösste Kaffeeproduzent der Welt – mit Abstand. Fast die Hälfte des Kaffees stammt heutzutage aus dem Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes. Viele der Kaffeefarmen können bereits jetzt gut vom Kaffeeanbau leben. Und wir wollen, dass das auch langfristig so bleibt. Denn sowohl der Klimawandel als auch Umweltschäden durch konventionellen Kaffeeanbau machen sich bemerkbar.

Deshalb unterstützen wir die Farmer*innen vor Ort dabei, den Kaffeeanbau immer nachhaltiger zu gestalten.

Mehr verändern. Was wir konkret tun:

Brasilien - Sul de Minas, Minas Gerais / Mogiana Paulista, São Paulo

Landesspezifische Herausforderungen: Auswirkungen des Klimawandels

Projektziele: Anpassung an den Klimawandel, verantwortungsvoller Umgang mit Agrarchemikalien, Entwicklung von alternativen, umweltfreundlicheren Anbaumethoden, Wiederaufforstung der heimischen Vegetation.

Projektpartner: Coomap, Coopfam, Exp. Guaxupé, , Olam Food Ingredients (OFI), Emater

Bisher erreichte Farmen: 400

Unsere Massnahmen

Back to nature: Wiederaufforstung dauerhafter Schutzgebiete 

In Brasilien sind alle Landbesitzer*innen verpflichtet, ein Mindestmass an Fläche zu schützen oder neu zu bebauen. Gemeinsam mit lokalen Partnern gründen wir Lerngemeinschaften, um die Kaffeefarmer*innen bei mehr Umweltschutz unterstützen.

Wie? Theoretisch mit Workshops, in denen sie die Grundlagen erlernen. Und praktisch, in dem wir auch auf Bauernhöfe gehen, um das Gelernte umzusetzen: Wie werden diese Flächen vermessen, vorbereitet und mit Pflanzen aufgeforstet, die der ursprünglichen Vegetation entsprechen? 

Gemeinsam  mehr erreichen - Klimaanpassung und Resilienz

Durch Schulungen lernen Farmer*innen, wie sie sich an raue Klimabedingungen anpassen können. Themen wie Bodenbedeckung, die Nutzung von Schattenbäumen, der Einsatz von Windschutzwänden und der Schutz von Gewässern werden behandelt. Mit mehreren Kaffeefarmer*innen werden auch Pilotprojekte zur Nutzung von Schattenbäumen und zum Mischanbau von Kaffee mit Obstbäumen wie Bananen und Avocados durchgeführt.

Unser Ansatz: Voneinander und miteinander lernen.

Weniger ist mehr - Nachhaltige Unkraut-, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung

Wer umweltfreundlicher wirtschaften will, kommt nicht an Themen wie Unkraut- und Schädlingsbekämpfung nicht vorbei. Deshalb haben wir zusammen mit Farmen und unseren Projektpartner*innen innovative Methoden entwickelt, um weniger auf synthetische Pestizide und Herbizide angewiesen zu sein. Unser Ziel: Effiziente und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen, die auch im grossen Stil funktionieren.  

In Pilotprojekten und Schulungen wurden alternative Unkrautbekämpfungsmethoden getestet. Und auch bei der Schädlings- und Krankheitsbekämpfung wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Biologische Produkte, vorbeugende Massnahmen und andere umweltfreundliche Praktiken wurden dabei getestet und validiert. Am Ende wurden Farmer*innen sowie Agrarstudierende und Ausbildende im Rahmen von Feldtagen und praxisnahen Übungen geschult. Zudem arbeiten wir an Veröffentlichungen, um unser Wissen weiterzugeben.  

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme  

Unsere bestehenden Tchibo Joint Forces Projekte!® laufen weiter und werden schrittweise in das neue Kaffeeprogramm überführt

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Wir möchten, dass Farmer*innen die Hilfen erhalten, die wirklich weiterhelfen.“

Murillo, Agronom bei Enveritas

Als Agronom weiss Murillo, wie wichtig und hilfreich ehrliche Analyse der lokalen Bedingungen sind.

Nur so können wirklich die Probleme und Ursachen identifiziert und angegangen werden.

Unsere Programme in VIETNAM

Vietnam ist der zweitgrösste Kaffeeproduzent der Welt. Und das, obwohl die Anbauflächen für Kaffee um einiges kleiner sind als in Brasilien, dem grössten Kaffeeproduzenten. Insbesondere für Robusta Bohnen finden sich in Vietnam sehr gute Anbaubedingungen. Wir beziehen unseren Kaffee aus dem zentralen Hochland. Hier haben die Bauern oft nur sehr kleine Anbauflächen und leiden unter den Folgen des Klimawandels. Ernteausfälle und Armut spielen eine grosse Rolle.

Wir arbeiten daher mit Kaffeefarmern zusammen, die unter der Armutsgrenze leben, mit dem Ziel ihre Lebensbedingungen signifikant zu verbessern.

Mehr verändern. Was wir konkret tun:

Vietnam – Central Highlands, Gia Lai, Kon Tum & Dak Nong Provinz

Landesspezifische Herausforderungen: Armut, übermässiger Gebrauch von Agrochemikalien, Dürre und Wasserknappheit, Auswirkungen des Klimawandels

Projektziele: Einkommenssteigerung, Umweltschutz, Massnahmen gegen den Klimawandel, Rückverfolgbarkeit

Projektpartner: Neumann Kaffee Gruppe (NKG) bzw. Neumann Gruppe Vietnam Limited, Sustainable Solution Switzerland (DSS), SNV Netherlands Development Organisation, Olam Vietnam

Bisher erreichte Farmen: 4.500

Unsere Massnahmen:

Gegen Armut, für den Klimaschutz

Kaffeeanbau ökologisch und gleichzeitig profitabel gestalten – das ist das Ziel unserer Kompetenztrainings. Hier geht es nicht alleine um trockene Theorie, sondern vor allem um „Learning by Doing“. Dafür gibt es insgesamt 60 Modellfarmen, auf denen optimale Bedingungen für den Kaffeeanbau veranschaulicht werden und wo die Erfahrungen und Anforderungen der Farmer*innen miteingearbeitet werden. Die übergeordneten Ziele der Trainings sind: zur Einkommenssteigerung beizutragen, den bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Agrochemikalien zu fördern, schädliche Emissionen zu reduzieren und den Wasserfussabdruck vor Ort zu minimieren.

Richtig Kohle machen – für bessere Böden

Seit Januar 2022 erproben wir auf 20 Testfarmen den Einsatz von Pyrolyseöfen. Diese wandeln organische Abfälle wie Kaffeeschalen und Baumschnittreste in wertvolle Pflanzenkohle um. Das Beste daran ist, dass die Farmer*innen die Pflanzenkohle sogar selbst herstellen und als Trägerstoff für Düngemittel oder Kompost nutzen können. Das Ergebnis: deutlich verbesserte Böden und eine Reduzierung der Treibhausemissionen. Jetzt warten wir gespannt auf die Auswertung.

Die Wälder schützen – durch mehr Rückverfolgbarkeit

Mit der neuen Europäischen Entwaldungsverordnung (EUDR) müssen Millionen von Kaffeeproduzent*innen ihre Farmen geografisch lokalisieren, denn nur so erhalten sie weiterhin Zugang zum europäischen Markt. Das klingt nach einer ziemlichen Herausforderung. Deshalb unterstützen wir die Menschen vor Ort bei der Einhaltung der Verordnung: Wir bieten Trainings zu nachhaltigen Anbaumethoden und den EUDR-Anforderungen an, erfassen Geodaten, führen Risikoanalysen durch und helfen im Gespräch mit Behörden.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme

Unsere bestehenden Tchibo Joint Forces Projekte!® laufen weiter und werden schrittweise in das neue Kaffeeprogramm überführt

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Bevor ich an dem Programm mit Tchibo teilnahm, war ich ein sehr schüchterner Mensch und die Art, wie ich Kaffee anbaute, war noch nicht auf dem neuesten Stand. Nachdem ich jedoch an dem Projekt teilgenommen hatte und mit vielen Menschen in Kontakt gekommen war, und neue Erfahrungen im Kaffeeanbau gesammelt hatte, konnte ich viele Veränderungen an mir feststellen: Ich fühlte mich selbstbewusster und meine Kaffeeanbaumethoden hatten sich verbessert.“

H Ha Kpa, Kaffeebäuerin

UNSERE PROGRAMME IN GUATEMALA

Guatemala ist von den rund 90 Kaffee anbauenden Ländern unter den Top 15. Angebaut werden hauptsächlich Arabica-Sorten, die in den vulkanischen, nährstoffreichen Böden ideale Bedingungen vorfinden. Bei unseren Projekten geht es uns vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe, wir unterstützen mit Trainings, um unter anderem die Produktivität und die Qualität des Kaffees zu verbessern, aber auch um Ernten besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Darüber hinaus werden junge Menschen, vor allem Mädchen und junge Frauen, mit unterschiedlichen Programmen gefördert.

Mehr verändern. Was wir konkret tun:

Guatemala - Santa Barbara, Huehuetenango

Landesspezifische Herausforderungen: Armut, Auswanderung, Kinderarbeit, Klimawandel

Projektziele: Anpassung an den Klimawandel, Einkommenssteigerung, Reduktion von Kinderarbeit

Projektpartner: Coffee Care

Bisher erreichte Farmen: 2.500

Unsere Massnahmen:

Mehr Wissen, mehr Einkommen: Trainings für Farmer*innen

Wer mehr weiss, kann mehr verdienen: Aus diesem Grund bieten Coffee Care und Tchibo verschiedene Trainings zu Themen wie Good Agriculture Practices (GAP), Düngemitteln und Bodenbehandlung an. Diese Schulungen helfen dabei, die Produktivität und Qualität des Kaffees zu steigern und unterstützen die Farmer*innen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. Und das ist noch nicht alles! Wir unterstützen die Farmer*innen dabei, noch weitere Einkommensquellen zu erschliessen, zum Beispiel durch alternative Landwirtschaftsprojekte. Hierbei kommt auch die Hydroponik zum Einsatz, eine Art des Anbaus, die wesentlich weniger Wasser benötigt als herkömmliche Landwirtschaft.

Coffee Clubs: Perspektiven schaffen für Jugendliche

Viele Jugendliche in Guatemala denken ans Auswandern. Das Problem: Ohne sie ist die Kaffeeversorgung gefährdet. Kaffeeanbau ist jedoch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Land, weshalb wir mit unseren Coffee Clubs versuchen, den jungen Leute vor Ort eine Perspektive zu bieten, um doch in ihrer Heimat zu bleiben und hier eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung ihres Landes zu spielen. In den Coffee Clubs lernen die Jugendlichen alles rund um den Kaffeeanbau: von Kaffeesetzlingen bis organische Düngemittel, von Nassaufbereitung und Bodengesundheit bis hin zur Vermarktung ihres eigenen Kaffees.

Entwicklungspotentiale stärken von Mädchen. Und Jungen.

"Abriendo Oportunidades" ist ein Programm des Population Council, das darauf abzielt, guatemaltekischen Mädchen im Alter von 8 bis 17 Jahren Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen Weiterbildungsangeboten zu ermöglichen. Nach mehreren Jahren, in denen wir uns ausschliesslich auf die Mädchen konzentriert haben, haben wir zusammen mit unserem Partner Coffee Care entschieden, nun auch die Jungen zu unterstützen. Nicht zuletzt kann dabei auch schon früh ein besseres Verständnis der Geschlechter füreinander geschaffen werden.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme  

Unsere bestehenden Tchibo Joint Forces Projekte!® laufen weiter und werden schrittweise in das neue Kaffeeprogramm überführt

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Jetzt bekomme ich mehr Geld für meinen Kaffee“

Armanda Gomez

UNSERE PROGRAMME IN TANSANIA

Tansania ist für seine faszinierende Natur berühmt – in aller Welt kennt man den Serengeti Nationalpark und den Kilimanjaro. Auch in der Kaffeewelt hat der höchste Berg Afrikas einen besonderen Platz – denn die eisenhaltigen vulkanischen Böden und die klimatischen Bedingungen in einer Höhe von bis zu 1550 Metern bieten ideale Voraussetzungen für den Anbau einzigartiger Kaffeequalitäten.

Mit unseren Projekten wollen wir die nächste Generation von Kaffeefarmer*innen stärken, und helfen, die Produktivität und Qualität des Kaffees zu steigern

Mehr verändern. Was wir konkret tun:

Tansania  - Mbyea und Mbozi

Landesspezifische Herausforderungen: Genderinklusion, Klimawandel

Projektziele: Stärkung der nächsten Kaffee-Farmerinnen und –famer Generation, Steigerung der Produktivität und Qualität durch Anreicherung von Wissen, Know-how und Wissensvermittlung zum nachhaltigen Kaffeeanbau 

Projektpartner: City Coffee 

Bisher erreichte Farmen: 400 Coffee Clubs: 900 Schülerinnen und Schüler

Unsere Massnahmen:

Die Zukunft sichern: Nachwuchs fördern & Wissen vermitteln

Um die Nachwuchsfarmer*innen in ihrem Wissen zu stärken, hat Tchibo in Zusammenarbeit mit City Coffee die sogenannten Coffee Clubs in Leben gerufen. Das sind Schul AGs, die Inhalte vom Anbau bis hin zum erfolgreichen Verkauf von Kaffee beinhalten: Für einen nachhaltigeren und ertragreichen Anbau. Die Trainings geben den Teilnehmer*innen auch Fähigkeiten an die Hand, die sie benötigen, um eine Farm erfolgreich zu führen: Arbeitsschutz und Sicherheit sowie Management Skills. Im Rahmen des Projekts stellen die Eltern den Jugendlichen einen Teil ihrer Farm zur Verfügung, wo sie ihr Wissen zunächst anwenden und so auch zu Änderungen auf der Familienfarm beitragen können.

Echtes Wachstum: Unser Obstprojekt

Zwischen Oktober 2020 und September 2022 haben wir gemeinsam mit City Coffee ein weiteres spannendes Projekt umgesetzt. In dieser Zeit wurden über 30.000 Kaffeepflanzen und mehr als 8.400 Obstbäume gepflanzt – darunter Avocados, Bananen, Mangos und Papayas. Fast 5.000 dieser Bäume wurden an sieben Schulen gepflanzt, der Rest ging an die Mitglieder der Coffee Clubs für ihre eigenen Gärten.

Das Ergebnis? Die Schulen und Familien profitieren von einer besseren Ernährung und können durch den Verkauf der Früchte zusätzliches Einkommen erzielen. Und als Bonus verbessert die Pflanzenvielfalt auch noch ganz nebenbei die Bodengesundheit.

Wachstum darüber hinaus 

Das Konzept Coffee Clubs stösst auf Interesse und wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit lokalen Institutionen und Organisation zu dem Thema. Das Projekt wird sogar von der Austrian Development Agency für die nächsten drei Jahre unterstützt. Wir erhalten externe Gelder und konnten so das Projekt auf mehr Schüler*innen ausweiten, sowie ein Praktikumsprogramm für Absolvent*innen und Kooperativenmitglieder ins Leben rufen. In diesem Praktikumsprogramm werden mehr Inhalte zum Thema „Farm als Business“, Verkauf von Kaffee an Auktionen oder auch das Cupping, also die Verkostung von Kaffee, vermittelt.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme

Unsere bestehenden Tchibo Joint Forces Projekte!® laufen weiter und werden schrittweise in das neue Kaffeeprogramm überführt

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Ich bin unheimlich stolz darauf, die nächste Generation der Kaffeefarmer*innen ausbilden und fördern zu können! “.

Martha Kimboi , Lehrerin und Koodinatorin der Coffee Clubs

Gerechnet haben wir mit 50 Jugendlichen – heute sind es um die 634 Schüler*innen.

640 sind aktuell dabei und 460 sind sogenannte Graduates, diese werden aber auch weiterhin betreut und zählen noch immer zu den Coffee Clubs.

UNSERE PROGRAMME IN KOLUMBIEN

Wer an Kaffee aus Kolumbien denkt, hat vielleicht schon vom Anbaugebiet „Eje Cafetera“ gehört, dem sogenannten „Kaffeedreieck“. Auch wir sind mit unseren Projekten hier, vor allem aber auch in den beiden südlichen Bundesstaaten Huila und Tolima, die heute zu den wichtigsten und produktivsten Kaffeeanbauregionen Kolumbiens zählen.

Ziel unserer Projekte? Die Produktivität und Qualität zu steigern und die Anbaupraktiken sowie die Weiterverarbeitung des Kaffees umweltschonender zu gestalten.

Mehr verändern. Was wir konkret tun:

Kolumbien - Huila, Tolima & Valle de Cauca

Landesspezifische Herausforderungen: Klimawandel, hoher Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung bei der Kaffee-Weiterverarbeitung, fehlende Massnahmen zum Erhalt der Bodengesundheit

Projektziele: Verringerung des Wasserverbrauchs und der Wasserverschmutzung, Verbesserung von Bodengesundheit und Produktivität, Anpassung an den Klimawandel

Projektpartner: Expocafé, Cafisur, Coocentral, Cafenorte

Bisher erreichte Farmen: 100, Projekt neu in 2024 gestartet

Unsere Massnahmen:

Nachhaltig ackern lernen

In unseren Trainings lernen Farmer*innen alles, was sie über nachhaltige Anbaumethoden wissen müssen. Das Ziel? Den Anbau und die Weiterverarbeitung umweltfreundlicher gestalten, die Biodiversität fördern, die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Kaffeefarmen verbessern und dabei die Produktivität und Qualität hochhalten. Dazu gehört auch ein Kurs zur integrierten Schädlingsbekämpfung und dem sicheren Umgang mit Agrarchemikalien. Ausserdem fördern wir den Austausch zwischen den Farmer*innen.

Umweltbelastung minimieren

Einige ausgewählte Farmen bekommen zusätzlich umweltfreundliche Technologien wie Nasskaffee-Verarbeitungstanks und grüne Filter, die die Umweltbelastung minimieren. Agronom*innen stehen ihnen zur Seite und helfen bei der richtigen Nutzung und Wartung dieser Technologien sowie bei allen Fragen rund um den Kaffeeanbau und die Weiterverarbeitung.

Unsere bestehenden Tchibo Joint Forces Projekte!® laufen weiter und werden schrittweise in das neue Kaffeeprogramm überführt

UNSERE PROGRAMME IN HONDURAS

Fruchtbare, vulkanische Böden und ein tropisches Klima sorgen für ideale Anbaubedingungen für Kaffee, der zu einem der wichtigsten Exportgüter in Honduras geworden ist. Kaffeeanbau ist hier ein echter Familienbetrieb mit viel Handarbeit. Doch die Auswirkungen des Klimawandels und Probleme im Land, wie Armut, stellen die Kleinbauernfamilien vor Herausforderungen.

Wir wollen sie dabei unterstützen, diese Herausforderungen von Grund auf zu bewältigen.

Mehr verändern. Was wir konkret tun:

Honduras - San Andrés und Caona, Honduras

Landesspezifische Herausforderunen: Armut, Auswanderung, Bodengesundheit, Kinderarbeit

Projektziele: Einkommenssteigerung und Anpassungen an den Klimawandel, Kinderbetreuung

Projektpartner: Becamo, Inga Foundation

Bisher erreichte Farmen: 1.200

Unsere Massnahmen:

Einkommenssteigerung durch Diversifizierung im Anbau

Diversifizierung ist eine clevere Art, um die Produktivität der Farmen zu steigern – ökologisch und ökonomisch. Deshalb unterstützen Tchibo gemeinsam mit Becamo den Anbau von Obstbäumen wie Avocados und Zitrusfrüchten auf den Kaffeefeldern. Und das hat viele Vorteile: Die Obstbäume spenden den Kaffeepflanzen den nötigen Schatten, was die Qualität und Leistungsfähigkeit steigern kann. Gleichzeitig dienen sie als Nahrungsmittel für die Farmerinnen und Farmer und ihre Familien. Und wer weiss, vielleicht wird daraus sogar eine zweite Einkommensquelle! Der Mix aus verschiedenen Sorten und die Nutzung von Bio-Input sorgen ausserdem für bessere Biodiversität und Bodengesundheit – ein echter Pluspunkt im Kampf gegen den Klimawandel.

Gewusst wie: Management Skills

Unser Prinzip: gemeinsam lernen und voneinander profitieren. Die Trainings sind so gestaltet, dass Interessierte aus der Nachbarschaft oder Verwandte jederzeit dazustossen und mitlernen können. Wir möchten Kaffeewissen für alle zugänglich machen und so die Kaffeewirtschaft in Honduras flächendeckend verbessern. Eine grosse Herausforderung für die Zukunft von Honduras ist die Auswanderung. Besonders junge Menschen verlassen das Land, weil sie dort keine Perspektive sehen. Um dem entgegenzuwirken, fördern wir die sozioökonomische Rentabilität des Kaffeeanbaus. Dazu gehört auch, durch vertraglich geregelte Abnahmemengen den Menschen in Honduras mehr Planbarkeit und Sicherheit zu bieten

Macht Schule: Ferienbetreuung in der Erntezeit

In Honduras beginnt die Kaffeeernte meist im Oktober und dauert bis Februar. Leider fällt das genau in die Schulferien – und viele Kaffeefarmerinnen und Farmer haben keine andere Wahl, als ihre Kinder mit auf die Plantagen zu nehmen. Dort spielen die Kleinen dann oft unbeaufsichtigt – oder helfen sogar bei der Ernte. Um das zu ändern, bieten wir Betreuungsmöglichkeiten an. In unseren Kitas werden die Kinder tagsüber liebevoll von qualifiziertem Personal betreut, bekommen leckere Mahlzeiten und werden unterrichtet. Zusätzlich sensibilisieren wir die Familien in speziellen Trainings für die Probleme und Risiken von Kinderarbeit.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme

Unsere bestehenden Tchibo Joint Forces Projekte!® laufen weiter und werden schrittweise in das neue Kaffeeprogramm überführt

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Dank der technischen Unterstützung, die ich erhalten habe, konnte ich die Bedingungen auf meinem Betrieb verbessern und die Produktivität pro Fläche steigern. Ausserdem konnte ich dank der Schulung das Auftreten von Schädlingen und Krankheiten verringern, weil ich gelernt habe, biologische Produkte zu entwickeln und anzuwenden, die mir auf meinem Betrieb zur Verfügung stehen.“

Jose Valerio Diaz, Kaffeebauer