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Supremo

Supremo ist ein Begriff zur Beschreibung der Qualität eines Kaffees. Genauer handelt es sich dabei um die höchste von drei Kaffeequalitäten für Kaffee aus Kolumbien, in der Regel für Arabica-Bohnen. Der Begriff bezieht sich hauptsächlich auf die Grösse der Kaffeebohnen: Supremo-Kaffeebohnen sind ein wenig grösser als die weichen und säurebetonten Excelso-Bohnen. Daneben gibt es noch die UGQ-Bohnen mit Durchschnittsqualität. Die Kaffeebohnen unterschiedlicher Qualität können von denselben Kaffeepflanzen stammen, werden dann allerdings nach Grösse sortiert und voneinander getrennt verkauft.

Wie wird Supremo-Kaffee angebaut?

Kaffee mit Supremo-Qualität kommt aus Kolumbien, wo Kaffee nur zu etwa 66 % auf modernen Plantagen und sonst bis heute in traditionellen Kleinst- und Familienbetrieben angebaut wird. Das Land ist einer der grössten Kaffeeproduzenten der Welt. Die Kaffeeregionen liegen in den Ausläufern der Anden, weshalb man bei kolumbianischem Kaffee in der Regel auch von Hochlandkaffee spricht. Hier finden sich sehr gute Bedingungen für Kaffeepflanzen, unter denen die grossen Supremo-Bohnen reifen können. Durch Bäume und Bananenstauden sind die Kaffeepflanzen vor zu starker Hitze und vor den starken Winden aus den Bergen geschützt.

Wann spricht man von einem Supremo-Kaffee?

Um als Supremo eingestuft zu werden, müssen die Kaffeebohnen eine gewisse Grösse aufweisen: Die Bohnen sortiert man, indem sie in verschiedene Siebe mit unterschiedlich grossen Löchern gegeben werden. Eine Kaffeebohne, die als Supremo anerkannt werden soll, darf nicht durch Siebe mit einer Lochweite von 6,75 mm fallen, sondern muss darin liegen bleiben.

Wie schmeckt Kaffee mit Supremo-Qualität?

Vorrangig bezieht sich der Begriff auf die Grösse der Bohnen und nicht direkt auf den Geschmack. Der kolumbianische Kaffee und insbesondere die Arabica-Kaffees von Supremo-Qualität zeichnen sich allgemein jedoch durch ein reiches, rundes Aroma sowie eine gute Fülle und Spuren von leicht süsslichen Nussaromen aus. Die hochwertigsten Supremo-Kaffees kommen in der Regel aus der kolumbianischen Region Medellín. Sie haben einen kraftvollen Körper, ein volles Aroma und einen sehr ausgewogenen Säuregehalt.

Wie kam der Supremo nach Kolumbien?

Wie der Kaffee und damit auch die Supremo-Bohnen nach Kolumbien kamen, ist nicht eindeutig geklärt. Die Jesuiten berichteten aber bereits 1730 erstmals vom Kaffeeanbau in Kolumbien: Laut einer Legende soll ein Geistlicher die ersten Kaffeepflanzen von den französischen Antillen über Venezuela nach Kolumbien gebracht haben. Zur Verbreitung der Kaffeepflanze kam es dann angeblich, weil der Pfarrer, der ein sehr grosser Anhänger des Kaffees gewesen sein soll, seinen Gemeindemitgliedern zur Abgeltung ihrer Sünden das Pflanzen von Kaffee auferlegte.