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Stinker(bohne)

ausgesetzt wurden und dadurch überfermentiert sind. Neben der zu lange dauernden Gärung kann auch eine Überhitzung während des Fermentationsprozesses Grund für die Entstehung von Stinkerbohnen sein. Die Bohnen geben, wie bereits der Name sagt, einen äusserst unangenehmen Geruch ab. Bereits durch eine einzige Stinkerbohne in der Röstcharge kann zudem die gesamte Charge ungeniessbar werden.

Woran erkennt man eine Stinkerbohne?

Eine Stinkerbohne im Kaffee erkennt man in der Regel nicht auf den ersten Blick, da sie sich äusserlich kaum von den anderen Bohnen unterscheidet. Den fauligen, modrigen Geruch produzieren Stinker erst, wenn sie gemahlen oder anderweitig zerkleinert werden. Nach dem Mahlen haben die Bohnen allerdings bereits den restlichen Kaffee verdorben. Bei Untersuchungen unter dem Mikroskop kann man sehen, dass Stinkerbohnen bestimmte Bakterien und Pilze enthalten. Unter UV-Licht kann man die Bohnen ausserdem daran erkennen, dass sie weiss bis weiss-blau schimmern. Dies liegt wahrscheinlich an der grösseren Menge Kaffeesäure, die sie enthalten.

Wie entstehen Stinker?

Eine Stinkerbohne ist eine Kaffeebohne, die überfermentiert wurde. Häufig ist die Ursache, dass sie zunächst im Fermentationstank liegengelassen wurde. Gelangt diese Bohne dann nach einiger Zeit doch noch in die Verarbeitung, ist sie ungeniessbar. Selbst bei mehreren Qualitätskontrollen auf verschiedenen Stufen der Kaffeeproduktion kommt es gelegentlich vor, dass ein Stinker übersehen wird. Dies macht sich beim Öffnen der Kaffeepackung dann durch einen muffigen, fauligen Geruch bemerkbar.

Was macht man bei einer Stinkerbohne?

Ist eine Stinkerbohne im Kaffee, sollte man diesen nicht mehr zubereiten. Bemerkt man den typischen Geruch erst am Getränk, sollte man dieses entsorgen und die Kaffeemaschine reinigen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass auch die nächsten Portionen Kaffee ungeniessbar werden.

Wie können Stinkerbohnen verhindert werden?

Prinzipiell kann es immer passieren, dass versehentlich eine Stinkerbohne in den fertig verarbeiteten Kaffee gelangt. Mit sorgfältigen Qualitätskontrollen wollen die Kaffeeproduzenten dem allerdings vorbeugen und zumindest die Wahrscheinlichkeit stark reduzieren. Mit verschiedenen Verfahren wird daher die Qualität des Rohkaffees ermittelt, wodurch auf Stinker zurückgeschlossen werden kann. Eine Methode, um Stinker im fertigen Kaffee zu finden, ist z.B. das sogenannte Cupping. Dabei werden drei Tassen aus drei verschiedenen Kaffeeproben verkostet, um sicherzustellen, dass darin keine Stinkerbohne übersehen wurde. Als Verbraucher kann man in der Regel davon ausgehen, dass ein hochwertiger Kaffee mehr und strengere Qualitätskontrollen durchlaufen hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kaffee durch einen Stinker ungeniessbar gemacht wurde, ist dementsprechend bei diesem auch geringer.