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Isolierkanne

Eine Isolierkanne ist eine verchromte Kanne, in der Getränke und andere Flüssigkeiten länger warm bzw. kalt gehalten werden können. Dies funktioniert, indem die Isolierkanne den Temperaturausgleich zwischen Aussen und Innen bzw. der Umgebung und der aufbewahrten Flüssigkeit verzögert. Im äusseren Gehäuse der Isolierkanne befindet sich zu diesem Zweck ein doppelwandiges Glasgefäss, das die Wärmeleitung unterbindet. Zusätzlich verhindert eine Verspiegelung Wärmeverlust durch Wärmestrahlung.

Welche Isolierkanne ist die Beste?

Beim Kauf einer Isolierkanne gibt es verschiedene Kriterien, auf die man achten sollte. Am wichtigsten ist ein gutes Isolierverhalten, also die Fähigkeit den Inhalt besonders lange warm bzw. kalt zu halten. Da die Isolierkanne zudem ein Gebrauchsgegenstand ist, sollte sie auf jeden Fall auch alltagstauglich und deshalb robust und bruchsicher sein. Die Verschlüsse sollten ebenfalls gut dichten, damit die Isolierkanne problemlos transportiert werden kann. Ausserdem sollte sie gut zu füllen und einfach zu reinigen sein.

Wie reinigt man Isolierkannen?

Damit sich durch den Kaffee keine bräunliche Schicht in der Isolierkanne absetzen kann, sollte diese regelmässig gereinigt werden. Man sollte sie allerdings nicht mit einer herkömmlichen Bürste säubern, da deren Borsten leicht das empfindliche Material im Inneren der Kanne zerkratzen können. Stattdessen sollte man spezielle Bürsten oder einfach einen Spüllappen verwenden. Als Reinigungsmittel empfehlen sich beispielsweise Spülmaschinentabs: Man füllt die Kanne einfach mit heissem Wasser, gibt einen Tab hinein, lässt das Ganze einweichen und spült danach die Kanne gründlich aus. Auch Backpulver oder Essig sind geeignet, um Ablagerungen aus der Isolierkanne zu entfernen.

Wie lange hält eine Isolierkanne warm?

Wie lange der Kaffee in einer Isolierkanne warm gehalten wird, hängt vom jeweiligen Modell und dessen Isolierleistung ab. In den meisten Isolierkannen kann man Kaffee etwa fünf Stunden lang warm halten, in manchen Modellen aber auch bis zu zehn Stunden lang.

Blümchenkaffee

Was ist Blümchenkaffee?

Als Blümchenkaffee bezeichnet man scherzhaft einen sehr dünn aufgebrühten Kaffee. Der Name geht möglicherweise auf die Tatsache zurück, dass dünn aufgebrühter Kaffee so wässrig und durchsichtig ist, dass der Tassenboden durchscheint und dort befindliche Muster sichtbar sind. Da Kaffee sehr lange ein Luxusprodukt und nur für wenige Menschen erschwinglich war, wurde guter Bohnenkaffee häufig gestreckt und verdünnt oder durch ähnlich schmeckende Getränke wie Zichorienkaffee oder Malzkaffee ersetzt. Teilweise wird diese Art von Kaffee auch als Plörre oder Lorke bezeichnet.

Woher kommt die Bezeichnung Blümchenkaffee?

Für die Entstehung der Bezeichnung gibt es mehrere mögliche Erklärungen: Eine recht wahrscheinliche Erklärung geht davon aus, dass Ersatzkaffee aus der blaublühenden Zichorie als Blümchenkaffee bezeichnet wurde. Oftmals wird der Ausdruck Blümchenkaffee heute aber anders gedeutet – insbesondere zurückgehend auf die Kaffeekultur im sächsischen Raum. Hier wurde Kaffee meist aus Meissner Porzellan getrunken. Eine besonders beliebte Serie dieses Porzellans war in der Biedermeier-Zeit das Dekor „Gestreute Blümchen“. Bei diesem befand sich eine einzelne Blume am Grund der Porzellantasse. Konnte man dieses aufgrund des dünnen Kaffees durchscheinen sehen, sprach man von Blümchenkaffee. Laut dem Leipziger Kaffeehaus gibt es die Bezeichnung für einen besonders dünnen Kaffee bereits seit 1729. Der Begriff wird dabei häufig auch abwertend verwendet und soll dann auf Geiz hindeuten. Das teure Porzellan des Gastgebers steht nämlich in einem strengen Kontrast zu dem sehr sparsam verwendeten Kaffeepulver für die Zubereitung des Getränks.

Wie kann man Blümchenkaffee verhindern?

Da Blümchenkaffee sehr dünn aufgebrüht wird, enthält er nur sehr wenige Kaffeearomen, was ihn wässrig werden lässt und seinen Geschmack stark beeinträchtigt. Wichtig dafür, dass der Kaffee nicht zum Blümchenkaffee wird und dementsprechend einen reichhaltigen, intensiven Geschmack hat, ist die richtige Menge an Kaffeepulver. Um ein gutes Verhältnis aus Wasser und Kaffee zu erhalten, sollte man pro Tasse etwa zwei Esslöffel Kaffeepulver verwenden.