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Bräunungsgrad

Als Bräunungsgrad bezeichnet man die verschiedenen Farbabstufungen, die ein Röstkaffee aufgrund der unterschiedlich langen Röstung, also aufgrund seines Röstgrades, haben kann. Das Spektrum reicht dabei von hellbraun bis fast schwarz. Der Bräunungsgrad hängt genauer davon ab, wie lange und wie heiss eine Kaffeebohne geröstet wurde. Generell gilt: Je höher die Temperatur bei der Röstung ist, desto dunkler ist auch der Bräunungsgrad. Darüber hinaus kann der Bräunungsgrad der Kaffeebohnen einen Hinweis auf das Geschmacksprofil des fertig gebrühten Kaffees geben.

Welche unterschiedlichen Bräunungsgrade gibt es?

Der hellste Bräunungsgrad zeichnet sich durch eine hellbraune Färbung aus, die an Zimt erinnert, und wird deshalb auch als Cinnamon Roast bezeichnet. Der sogenannte New England Roast hat ebenfalls eine hellbraune Farbe und ist nur wenig dunkler als der Cinnamon Roast. Der American Roast weist dagegen bereits ein mittleres Braun auf und gilt ebenso wie der noch ein wenig dunklere City Roast nicht mehr als helle Röstung. Als erste dunkle Röstung wird dann der Full City Roast bezeichnet, der ein mittleres Dunkelbraun aufweist. Ab diesem Bräunungsgrad haben die Bohnen einen leichten Ölglanz. Auf den Full City Roast folgt der sogenannte Vienna Roast mit einem intensiveren Dunkelbraun. Der nächste Bräunungsgrad ist der French Roast, der dunkelbraun und bereits sehr glänzend ist. Der dunkelste Bräunungsgrad ist schliesslich der Italian Roast mit einem intensiven Dunkelbraun und starkem Glanz.

Was sagt der Bräunungsgrad über den Geschmack des Kaffees aus?

In erster Linie sagt der Bräunungsgrad des Kaffees etwas über seinen Röstgrad aus, also darüber wie lange und heiss die Kaffeebohnen geröstet wurden. Dieser hat aber wiederum einen grossen Einfluss auf die Aromen und Geschmackseigenschaften des Kaffees. Kaffee mit einem hellen Bräunungsgrad wird beispielsweise nur sehr kurz geröstet, wodurch die fruchtigen Noten der Fruchtsäuren erhalten bleiben. Dunklerer Kaffee wird hingegen länger geröstet, wodurch mehr Säuren abgebaut werden und sich mehr Bitterstoffe bilden, sodass der Kaffee häufig leicht süsslich und gleichzeitig etwas bitterer schmeckt.